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Klarer Punktsieg für das Fediverse

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Viele Leser.innen dieses Beitrags werden das Urteil des europäischen Gerichtshof (EUGH) mit Kopfschütteln gelesen haben: Der EUGH ist der Meinung, dass Betreiber einer Facebook-Seite für mögliche Datenschutzverstöße von Facebook mithaften.

Ich kann das Urteil ein gutes Stück weit nachvollziehen: Es ist immer wieder ein Ärgernis, wenn Inhalte von öffentlichem Interesse im Original ausschließlich auf Facebook veröffentlicht werden. Auf Twitter sieht das zum Beispiel so aus: 

Facebook-Link der Stadt Krefeld auf Twitter

Mit dieser Information kann kein Mensch etwas anfangen. Wenn man auf den Facebook-Link klickt,wird man als Nicht-Facebook-Nutzer.in zum Anmelden oder Registrieren bei der Datenschleuder Facebook genötigt. Sicher bekommt man durch einen Klick auf "jetzt nicht" in einem Teil des Browser-Fensters einen Blick auf den Facebook-Post. Aber das ist nicht, was datenschutzbewusste Internet-Nutzende wollen...

Nötigung zum Facebook-Login

Liebe Stadt Krefeld und alle anderen Betreiber von Facebook-Seiten und anderen Präsenzen in Datensilos. Warum gibt es Euch nicht im Fediverse? Mir ist heute klargeworden, dass die Föderation im Hinblick auf das EUGH-Urteil klare Datenschutzvorteile mitbringt: Eure Presseabteilunghat eine Präsenz auf einem Server im Fediverse. Ich kann Eure Nachrichten abonnieren, ohne dass ich mich auf einem Server desselben Betriebers anmelden muss. Ich kann frei einen Mastodon-oder Gnusocial- oder Friendica-Server meines Vertrauens auswählen, und ich kann Eure Nachrichten dortlesen. Ihr könnt sehen, wer Eure Nachrichten von welchen Servern aus abonniert hat. Aber ob und wann ich welche von Euren Nachrichten lese, das sieht allenfalls der Serverbetreiber meines Vertrauens. So geht Datenschutz!

Bitte schenkt Facebook & Co. nicht meine Daten!

Weiterführende Informationen: